
Geschichte und Kultur
Pollo al caldero ist eine der traditionellen Arten, Hähnchen in der Dominikanischen Republik zuzubereiten. Es handelt sich um ein sehr altes Rezept, das in Kochbüchern festgehalten wurde und bis heute überliefert ist. Laut Gastronomieforschern hat es seinen Ursprung in der spanischen Küche, wurde jedoch im Laufe der Zeit zu einem klassischen Gericht, das heute in Millionen von Haushalten auf der ganzen Welt zubereitet wird.
Der Begriff caldero stammt von dem großen und robusten Topf, in dem dieses Gericht gekocht wird. Das Wörterbuch der Königlichen Spanischen Akademie definiert den caldero als ein Gefäß mit konkavem Boden, vorzugsweise aus Metall, kleiner als ein Kessel, mit einem oder zwei Henkeln, das zum Erhitzen, Tragen und Umrühren seines Inhalts verwendet wird. Das Wort hat seinen Ursprung im lateinischen caldarium, was „heißes Bad“ bedeutet.
Jean Markale beschreibt in seinem Werk Die Kelten und die keltische Zivilisation: Mythos und Geschichte (1992), dass der caldero zu den ältesten Kochutensilien gehört, die vom Menschen verwendet wurden. Dadurch steht er in Verbindung mit anderen Kochgefäßen wie dem Schmortopf, dem Kessel und dem Kochtopf. Ob mit Standfüßen, aufgehängt über dem Herdfeuer oder direkt im Freien verwendet – der caldero diente sowohl in militärischen Zusammenhängen als auch bei Arbeiten auf dem Land zum Kochen. Der Autor hebt außerdem die symbolische Beziehung zwischen dem caldero und seinem Inhalt hervor, wie in der Wendung „ein Topf Suppe“.
Pollo al caldero zeichnet sich durch die Kombination aus saftigen Hähnchenstücken, Gemüse und Gewürzen aus, wodurch ein intensives und angenehmes Aroma sowie ein kräftiger Geschmack entstehen. Die Zubereitung erfolgt bei niedriger Hitze im caldero, sodass sich die Aromen optimal verbinden und entfalten können. Das hinzugefügte Gemüse, wie Zwiebeln, Paprika, Karotten und Kartoffeln, verleiht dem Gericht Struktur und einen besonderen Geschmack.
Es ist ein Gericht, das nach Ansicht von Kochexperten leicht zuzubereiten ist, aber zugleich Aufmerksamkeit, Leidenschaft und Sorgfalt erfordert. Es passt zu vielen Gelegenheiten und ist häufig bei Familientreffen, Zusammenkünften mit Freunden oder besonderen Momenten zu Hause zu finden. Ebenso gehört es zum festen Angebot der meisten Restaurants und Imbisse des Landes.

Hähnchen
4 lb
Zerteilt und gesäubert.

Pfeffer
¼ TL
Optional.

Ají cubanela (milde grüne Paprika)
1 Stk.

Bitterorange
1 Stk.
Kann durch Zitrone oder Essig ersetzt werden.

Wasser
1 Tasse

Koriander
1 Zweig
Gehackt oder ganz, zum Entfernen am Ende.

Weißer Zucker
1 EL

Salz
-
-

Oregano
¼ TL
Frisch oder gemahlen; wenn getrocknet in Blättern, rösten und mahlen.

Weiße Zwiebel
-
-

Knoblauch
2 Zehen
Zutaten
Rezept und Zubereitung
ZUBEREITUNG
Alle benötigten Zutaten und Küchenutensilien bereitlegen.
Das Gemüse waschen und desinfizieren.
Die Zwiebel und den Ají in feine Streifen schneiden.
Die Knoblauchzehen schälen, den Keim entfernen und zerdrücken.
Den Koriander sehr fein hacken oder als kleinen Zweig lassen, um ihn am Ende wieder zu entfernen.
DAS HÄHNCHEN REINIGEN UND MARINIEREN
Das Hähnchen zerteilen und überschüssiges Fett entfernen.
Die Stücke in eine Schüssel geben und leicht mit Wasser und einem Schuss Bitterorange, Limette oder Essig abreiben. Spritzer vermeiden und die Reinigungsflüssigkeit entsorgen.
Das Hähnchen gut abtropfen lassen. Mit Oregano, Knoblauch, Bitterorange, Salz und Pfeffer würzen.
Abdecken und mindestens 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, idealerweise länger, damit sich das Aroma besser entfalten kann.
DAS HÄHNCHEN GAREN
Einen Caldero bei mittlerer Hitze erhitzen und den Zucker hineingeben. Karamellisieren lassen, bis er eine goldene Farbe annimmt.
Die Hähnchenteile abtropfen lassen, dabei die Marinade aufbewahren, und die Stücke nacheinander in den Caldero geben. Von beiden Seiten gut anbräunen.
Bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen und bei Bedarf kleine Mengen Wasser hinzufügen, damit nichts anbrennt.
Die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe reduzieren. Zuerst das Gemüse aus der Marinade hinzufügen, dann die Zwiebel, den Koriander und den Ají dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach und nach etwas Wasser hinzufügen, wenn die Zubereitung zu trocken wird. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden anhaftet. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz nachwürzen.
Weiter garen, bis das Hähnchen zart ist und die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
Vom Herd nehmen und heiß servieren.
Wo man dieses Gericht essen kann

AVOCADO Restaurant
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Lemon Time
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Pasteles La Abuela
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Pasteles La Abuela
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